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(Betten)Fachgeschäft und warum ich nur noch im Netz einkaufe

Vor etwa zwei Jahren war ich mit meiner mir von unserem Universum anvertrauten Gattin in Frankfurt in einem Bettenfachgeschäft nahe der Hauptwache. Wir wollten dort – so meine Gattin – nach Handtüchern schauen. Die völlig lustlose Bettenfachgeschäftverkäuferin

Vor etwa zwei Jahren war ich mit meiner mir von unserem Universum anvertrauten Gattin in Frankfurt in einem Bettenfachgeschäft, nahe der Hauptwache. Wir wollten dort – so meine Gattin – nach Handtüchern schauen. Die völlig lustlose „Bettenfachgeschäftsverkäuferin“ stellte sich ob unserer Wünsche bezüglich der Abmessungen eines sogenannten Saunatuches auch noch als inkompetent heraus. Als wir dann noch nach Geschirrtüchern einer bestimmten Marke fragten, welche besagtes Bettenfachgeschäft meiner Gattin vor Weihnachten schon einmal verkauft hatte, hielt uns die Bettenfachgeschäftsverkäuferin für ein wenig geistig minderbemittelt, sich selbst aber für die Größte, denn die gäbe es nicht und so etwas hätte man Ja noch nie verkauft. Das Problem bei mir ist, dass ich bis zu einem gewissen Punkt durchaus eine Leidensfähigkeit besitze, dann aber genau an dem Punkt angelangt, sehr radikal und klar und deutlich aussteige. Ich sagte also:

„Schatz, lass nach, das hat keinen Sinn, weder wollen die hier unser sauer verdientes Geld, noch verdienen sie es. Ich kaufe die Dinger im Internet“. Meine Frau ist zwar leidensfähiger als ich, verließ aber mit mir den Laden. Bei mir war an diesem Tag nun endgültig ein Faden gerissen, dass Fass war übergelaufen. Ich hatte so etwas von, die Schnauze voll von lustlosen, inkompetenten und hochnäsigen Verkäufern und Verkäuferinnen, so dass ich denn vor dem Laden, neben der Frankfurter Hauptwache, einen Schwur ablegte. Ich schwor nichts mehr in einem Geschäft zu erwerben. Und da ich ein sehr radikaler Typ bin, schaffe ich das in etwa 97 von 100 Fällen auch. Fluchend habe ich dann nach dem Ablegen besagten Schwurs allen Fachgeschäftsverkäufern die Pest und die Arbeitslosigkeit gewünscht, damit sie lange darüber nachdenken können, wie das denn wohl gekommen ist. Ich habe den Innenstädten das Sterben und Veröden gewünscht, mir kann dies gar nicht schnell genug wahr werden.

Ich kaufe sogar meine Unterhosen im Internet. Ich bestelle alles dort. Ich habe nur weniges reklamieren müssen und bis auf einen einzigen nicht so bedeutenden Fall habe ich mich dort nicht geärgert. Manchmal habe ich sogar bei einigen Internethändlern Humanoide am Telefon gesprochen und die waren immer nett und hilfsbereit. Erst letzte Woche schrieb ich eine Frage in die Kommentarzeile einer Bestellung und innerhalb von weniger als einer Stunde hat ein Mitarbeiter der Firma Foto Erhard aus Bonn mir eine – negativ-augenzwinkernde – Antwort geschickt. Es lebe das Internet!

Categories: 我的金瓶梅

admin

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