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Phychosomatische Störungen einer Gesellschaft

Heute früh hat die FAZ im Rhein-Main-Teil einen Artikel über eine Dreijährige veröffentlicht, welche mit ihrem Kopf in einem Treppengeländer stecken geblieben war. Soweit so gut. So etwas kommt vor. Ich darf das sagen, weil ich Depp als Kind die gleiche Nummer durchgezogen habe. Vermutlich war ich nur etwas älter als die Kleine, die es nun erwischt hat. Das Kind bedaure ich, schließlich hat sie Angst gehabt und hat geweint. Das habe ich auch. Noch dazu war ich wieder mal der Spott meiner Umgebung und man konnte über mich sagen, dass ich ein Idiot bin – bzw. war. War ich nicht- heute mag ich einer sein – denn ich hatte fürchterliche Segelohren, so in etwa wie Prinz Charles und Barack Obama, die wohl hauptsächliche Mitursache dafür waren, dass ich meine Rübe da nicht wieder herausbekam. Damals handelte es sich um ein Holzgeländer und mein Großvater und unser Nachbar waren beherzte, im Krieg pragmatisch gewordene Männer. Mein Opa holte eine Säge, der Nachbar hielt meinen Kopf fest und beruhigte mich und siehe da, ritsche-ratsche war mein Holzkopf wieder draußen. Ein bisschen Holzleim für die Treppenstrebe und die Sache war „erlederitzt“. Und bei der kleinen Dreijährigen? Holla, da kam die Feuerwehr und hatte ein hydraulisches Spreizgerät, so etwas hatte die Feuerwehr in den Sechzigern ohnehin noch nicht, und holte das Mädchen heraus. Damit nicht genug, die arme Kleine wurde dann noch vom Rettungsdienst untersucht – geht es noch?

Sind wir krank? Das ist doch keine große Sache. Da holt man ein paar Männer mit nicht zu dünnen Armen oder eine Säge, holt das Kind da raus, tröstet es und geht mit ihm Eis essen. Was macht unsere Weicheigesellschaft? Die holt die Feuerwehr und lässt das Kind medizinisch untersuchen. Damit nicht genug, kommt die Sache auch noch in die Zeitung. Sie finden mich fassungslos!

Categories: 我的金瓶梅

admin

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