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Baustellen

Ärgern uns Autofahrer. Wir erkennen den Sinn, aber wir ärgern uns, manchmal mehr, manchmal weniger. Heute bin ich von Soest in Westfalen nach Bad Lauterberg im Harz gefahren. Dazu fährt man auf der A44 Richtung Kassel, und dort dann auf der A7 bis Göttingen Nord. Unwichtig? Nein, ganz und gar nicht. Der Schwachsinn auf unseren Autobahnen nimmt immer mehr Methode an. Glauben Sie nicht? Dann hier mein Beispiel. Auf der A7, so zwischen Kassel Nord und Hannoversch Münden – Hedemünden, ja das heißt so, ich kann ja schließlich nichts dafür, ist das meiste so 120 km/h geschwindigkeitsbegrenzt. Da in dieser 120er Zone kann man wunderbar gemütlich auf drei Spuren durchrollen, weil keiner rumstresst. Jedenfalls wissen Sie jetzt, dass ich für eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Deutschlands Autobahnen bin, ja ich weiß, ich bin ein Schwein, dass BMW und Mercedes nichts gutes gönnt. Na gut, dem sei so.

Auf dem genannten dreispurigen Autobahnabschnitt sind die Striche zwischen der linken und der mittleren Spur ziemlich verblasst, und da hat sich jetzt die Autobahnmeisterei dazu hingeben müssen, unser Steuergeld optimal zu verschleudern. Wie das? Ganz einfach, anstatt neue Striche hinzumalen, sind die rausgefahren und haben die 120 km/h Schilder mit zwei orangen Streifen ausgeixt und haben dann zwischen die 120 km/h Schilder neue Schilder gestellt (halb-dreiviertelprovisorisch), die nun die Geschwindigkeit auf 100 km/h begrenzen, mit dem darunter angebrachten Hinweis, dass dies wegen fehlender Markierung erfolgt.

Natürlich werden die Schwachköpfe, wer auch immer die Idee hatte, nicht darum herumkommen irgendwann die Markierungen nachzuziehen, also dürfen die Jungs von der Autobahnmeisterei irgendwann wieder rausfahren und die Markierung erneuern. Damit ist aber logischerweise dem Schwachsinn noch nicht perfekt Genüge geleistet. Nein, danach müssen die dann noch ein drittes Mal rausfahren, um die 100 km/h Schilder mit dem Zusatz: fehlende Markierung (das verstehen ganz sicher auch unsere französischsprachigen europäischen Mitbürger super), wieder abzumontieren. Dann haben wir, Steuerzahler, insgesamt drei Ausfahrten der Autobahnmeisterei bezahlt, von den Schildern mal ganz abgesehen, wobei doch eine, bei der man neue Striche gemalt hätte, völlig ausreichend gewesen wäre.

Das schlimme an der ganzen Geschichte ist, dass wir Autofahrer uns über die Geschwindigkeitsbegrenzung, zurecht, ob ihren obskuren Sinnes, ärgern. Aber das ist eigentlich das kleinere Übel. Wir sehen das große Übel nicht, nämlich dass jemand auf brutale Weise mit unserem sauer erwirtschafteten Geld umgeht, als seien wir Deppen nur Menschen achter Klasse. Vielleicht sollte man für Leute die mit unserem Geld so umgehen tatsächlich so was wie den Pranger wiedereinführen – ich würde hingehen und kräftig spucken!

Categories: 我的金瓶梅

admin

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