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Der Glaube an Geister und warum ich den Erlöser nicht als Beifahrer möchte

Gestern Mittag habe ich in meiner Mittagspause 2 Briefe zur Poststelle im Örtchen gebracht. Als ich die Post verließ, fragte mich ein älterer Herr, so an die achtzig, freundlich ob das mein Auto mit der 888 am Nummernschild sei und ob ich denn wüsste, das ich somit ein heiliges Nummernschild hätte. Ich war ein wenig perplex, denn mit ist zwar bekannt, das 88 bei den Neonazis für „Heil Hitler“ steht, weil der Buchstabe H der Achte in unserem Alphabet ist, aber das 888 mit’m Jupp was zu tun hat, war mir neu. Er erläuterte mir, das hänge irgendwie mit dem griechischen Alphabet zusammen, in welchem die Buchstaben auch eine Zahlenbedeutung haben. Wir unterhielten uns dann noch kurz so über dies und das, und das es uns in Deutschland doch wirklich gut geht, etc. Als ich mich dann von dem netten Herrn verabschiedete und ihm einen schönen Tag wünschte, meinte er dann, dass er mir wünsche, dass der Erlöser immer bei mir mitfährt. Da ich meinen höflichen Tag hatte, ließ ich das ob meiner völligen „Areligiösität“ unkommentiert, dachte mir, „hoffentlich nicht, ich will den nicht in meinem Auto haben“, lachte und stieg dann ein, um winkend davonzufahren. Als ich wieder im Büro saß, musste ich das Ding logischerweise „googeln“ und wurde auch fündig. Da kommen dann superkrude Sachen zum Vorschein. Dass die meisten Menschen an Geister glauben, dies gleichzeitig aber bestreiten, ist mir schon lange bewusst. Aber da sind krude Dinger unterwegs. Die Einen meinen die numerische Bedeutungen der Buchstaben von Jesus im hebräischen und im griechischen Alphabet ergeben in der Quersumme 888. Geister überall, soweit das Auge reicht. Wieder andere meinen, dass die Summe der Zahlenbedeutungen des griechischen Alphabets genommen, eben diese 888 ergeben. Das sie alle dazu Jesus mit „Jesous“ schreiben müssen, scheint sie nicht zu stören, oder aber man schreibt den alten Huronen im Griechischen so, keine Ahnung. Hin oder her, bei mir steht die 888 für nichts andres als „Wealth“ also Reichtum Ich habe sehr viel Umgang mit Chinesen und da steht die 8 für vieles Positives, eben auch Reichtum. Daher zahlen Chinesen sehr, sehr viel Geld, wenn Sie eine oder mehrere Achten im Nummernschild wollen. Das macht denen mächtig Eindruck, weshalb, und in Ermangelung einer besseren Idee, ich die 888 genommen habe, als sie verfügbar war.

Zurück zum Erlöser, als ich meiner mir vom Multiversum anvertrauten Gattin gestern Abend von diesem Erlebnis berichtete, meinte ich nur, „ich will den gar nicht als Beifahrer haben, der lässt sich doch immer einladen, am Ende frisst der noch meine Maoam‘s aus dem Handschuhfach!“

Categories: 我的金瓶梅

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