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Industrieelle Nahrungsmittelproduktion

Ich kann mich nicht mehr erinnern warum ich dieses Kapitel schreiben wollte. Vermutlich habe ich mich über irgendetwas Gelesenes aufgeregt. Höchstvermutlich über etwas, was industriell hergestellte Nahrungsmittel verteufelte. Da frage ich mich wirklich ob die Menschen schon mal was von einem gewissen Malthus gehört haben, der im 19. Jahrhundert prognostizierte, dass die Welt an der Überbevölkerung zugrunde gehe usw. usf. Und? Schauen wir heute, müssen wir sagen: „Alles Blödsinn“. Und warum? Weil wir es wieder erwarten hinbekamen genug Lebensmittel für die Bevölkerung Europas zu produzieren. Produzieren meint Herstellen, nicht künstlich erzeugen, erstmal so zur Definition, über was wir reden. Biolek (hier stellvertretend für alle Fernsehköche) stellt sich dann „bräsig“ auf und sagt: „das Rindfleisch habe ich natürlich beim Metzger meines Vertrauens gekauft!“ Für wie blöde hält mich der Biolek eigentlich? Wenn der Produktionsassistent, noch bekifft von der gestrigen Party, losgeschickt wird zum Metzger von Bioleks Vertrauen, aber keine Lust hat soweit zu fahren, besagtes Fleisch im nächstbesten Supermarkt um die Ecke kauft, dann haut der Biolek das in die Pfanne. Und wenn es einer nicht merkt, dann garantiert Biolek (einige andere Fernsehköche möglicherweise schon).

Aus meiner Sicht wird viel Gewäsch gemacht um schlechte Nahrungsmittel. Natürlich ist es eine Sauerei Gammelfleisch als Frischfleisch zu verkaufen. Das kann aber doch nicht bedeuten, dass das System falsch ist, sondern es unter unzureichender Kontrolle leidet. Da wo man mit illegalen Methoden Kohle machen konnte, da fanden sich auch immer schon ein paar dreiste Rücksichtslose die es taten. Wen wundert es auch. Aber unser Planet kann doch nur mit uns 6 Milliarden Idioten darauf weiter existieren, wenn wir die auch alle ernähren. Klar wenn 3 oder 4 Milliarden verhungern würden, sollte sich die Natur daran nicht stören, aber schlecht wäre es schon, denn es wäre unser eigenes Armutszeugnis welches wir dann höchst selbst unterschrieben. Wollen wir das? Wohl kaum! Also müssen wir Nahrungsmittel in hinreichender Menge produzieren, herstellen. Also los, gutes Fleisch in jedem Supermarkt, nur so kann es gehen. Der Verbraucher kann es verlangen, er hat das Geld, er zahlt, oder er zahlt eben auch nicht. Deshalb ist die Produktionsweise unserer Nahrungsmittel weder gut noch schlecht. Ohnehin, der Weg kann nicht der sein, dass alles Eselfleisch aus Italien kommt und wenn in Polen einer ein Stück Eselfleisch will, dann karren wir ihm das 2000 km weit hin. War so, kann sein, muss aber nicht und wird auch bei hohen Ölpreisen abnehmen. Der Sinn kann nur in klarer Ökonomie und Ökologie liegen. Das heißt wir müssen in allem ein ökologisch-ökonomisches Verhältnis erreichen welches Sinn ergibt. Nur dann bekommen wir gute Lebensmittel, welche in großem industriell gefertigtem Maßstab sind.

Ich glaube die Revolution in der Landwirtschaft steckt noch in Ihren Kinderschuhen. Die haben gerade erst den ersten mechanischen Webstuhl überwunden. Wenn man weiter rationalisiert in der Landwirtschaft und dies nicht zu Lasten, sondern zu Gunsten des Produktes macht, dann können wir 6 Milliarden Idioten in Menge und Qualität wunderbar ernähren. Wir sollten also immer ein freudiges Fass aufmachen, wenn ein Hersteller von Lebensmitteln uns klar macht, dass er mit modernsten Methoden hervorragende Qualität produziert und dem nicht auch noch per se vorwerfen, er wäre ein profitgeiler Verbrecher. Also liebe Achtundsechziger auch hier gilt speziell für Euch: „Schnabel halten!“

Categories: 我的金瓶梅

admin

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