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Klimaanlagen, gelüftete Klassenzimmer und die leidige Physik

Ich schlage hier mal folgendes vor: wir machen ein physikalisches Gedankenexperiment – also nix mit Aluhüten oder so. Wir haben einen Klassenraum mit Schülern drin, normal besetzt in Tischreihen (keine U-Form) in geordneter ostfriesischer Reihe (das ist Buben und Mädels abwechselnd gesetzt). Genau in der Mitte in Reihe 4 sitzt ein Bub mit COVID-19 und niest, die Viren machen sich mittels der Aerosoltröpfchen auf den Weg. Da die Areorosoltröpfchen zwar sehr leicht, aber immer noch schwerer als Luft sind, sinken sie ganz langsam nach unten auf Tische, Stühle und Boden. So was aber auch, Scheißphysik ist man geneigt zu denken. Wir gehen davon aus, dass der Bub somit zwischen 5 und 8 Mitschüler und Mitschülerinnen mit dem Virus versorgt. Soweit, so gut!  Nun wiederholen wir das Experiment bei geöffneten Fenstern und Türen. Ferner unterstellen wir, dass es einen soliden Durchzug im Klassenraum gibt – also einiges mehr als die ohnehin vorhandene natürliche Konvektion. Nun wird sich nach dem Niesen des Buben die Aerosolwolke erheblich weiter in den vorhandenen Raum hinein ausbreiten, weil die Teilchen einfach später auf Tische, Stühle und den Boden sinken. Vielleicht haben die Schüler jetzt Glück und es erwischt die verhasste, im ersten Fall sicher gewesene, Englisch- und Religionslehrerin (auch ich muss meine Traumata ausleben, dafür ist diese Website Ja eigentlich geschaffen worden), die vielleicht eine Risikopatientin ist und nach einer Wiederöffnung der Schule nicht mehr zurückkommen kann, da sie auf Gottes Acker gelandet ist. Soviel nur mal am Rande zu einer eigentlich unmissverständlichen Naturwissenschaft. Eingefallen ist mir dieses Gedankenexperiment, weil meine geliebte mir vom Multiversum anvertraute Gattin mir erzählte, dass irgendein Wichtigtuer festgestellt hat, dass die Be- und Entlüftung in ihrer Kita den Anforderungen der Situation mit dem Virus gewachsen ist. Der war aber garantiert kein naturwissenschaftlich bewanderter Mensch, der zu eigenständigem Denken in der Lage ist.

Also hier noch mal der Dreisatz für Aluhüte, debile Politiker und sonstige Wissenschaftsabgeigte:

„Wenn ein Maurer ein Haus in sieben Tagen baut, dann bauen sieben Maurer ein Haus an einem Tag.

Und, wenn ein Ozeandampfer sieben Tage über den Atlantik braucht, dann brauchen sieben Ozeandampfer – Ja genau! – nur einen Tag!“

Categories: 我的金瓶梅

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