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Was eine Honda Goldwing, Golftrolleys und gehbehinderte Hunde verbindet

Dass ich ein wahrer Drecksack bin, habe ich sicher schon hinreichend dokumentiert. Und wenn mein Sarkasmus mit mir durchgeht, dann laufe ich zur Höchstform auf. Das ist der Grund, warum ich vor über 20 Jahren die Fahrer von Honda Goldwings in eine Extrakategorie einordnete. Als es möglich wurde auf einer Honda Goldwing Radio zu hören – Okay, heute geht das mit Knöpfchen im Ohr und Smartphone sogar im Wasser beim Schwimmen, damals aber nicht – da lästerte ich lauthals los, dass man dann Ja auch gleich Auto fahren könne. Nun das: im letzten Sommer sah ich ein Pärchen auf dem Golfplatz, die an ihrem Elektrotrolley einen Korb angebaut hatten, welcher gemessen am Trolley insgesamt riesige Dimensionen hat. Ich fragte mich was man für 4 bis 4 ½ Stunden auf einer Golfrunde so alles mitnehmen muss, mal ganz abgesehen davon, dass ich im Hochsommer in meinem Bag 3 Liter Wasser mitführe. Wie viele Sandwiches, Tafeln Schokolade, Flaschen Sekt oder Bier muss man mitnehmen? Da mein Hirn Ja von Zynismus und Sarkasmus verdorben ist, spann ich den Gedanken einfach mal weiter. So kam ich auf die perfekte – perfide? – Lösung, einen Beiwagen für Trolleys zu konstruieren. Der würde dann so neben dem Trolley angehängt immer mitfahren und da könnte man noch viel mehr Sachen transportieren. Und im Zuge dieser meiner Gedanken hatte ich dann die zündende Idee schlechthin. Man könnte in den Beiwagen dann zum Beispiel einen kleinen Toaster und so einen mit Walzen versehenen Hot-Dog-Grill einbauen und das Ganze mit einer zweiten Lithium-Ionen-Batterie – hier zu erwerben – versorgen. Dann kann man an der 7 den ganzen Kram anschmeißen und an der 10 einen Hotdog verspeisen. Ob ein Kühlschrank noch mit hineinpassen würde, habe ich noch nicht überprüft, denn dann hätte man auch noch kaltes Bier zum Hotdog. Das wäre dann in etwa so wie Honda Goldwing statt Auto – beim Golfen entspricht das dann einem Cart – zu fahren.

Im letzten Sommer hatte ich auf einer Geschäftsreise mein Golfbag im Auto und spielte in der Nähe von Paderborn abends noch 9 Loch Golf. Man teilte mich einer Dame mittleren Alter zu und wir spielten die 9 Loch zusammen. Wir sprachen über dies und das, und eben auch über Trolleys. Um die Runde etwas aufzuheitern erzählte ich ihr von meiner bescheuerten, niemals wirklich ernst gemeinten, Idee mit dem Beiwagen. Worauf Sie zu mir sagte:
„die Idee finde ich gar nicht so schlecht, da könnte ich meinen Hund in den Beiwagen setzen und ihn mit auf die Runde nehmen, denn der ist gehbehindert.“
„Okay“, dachte ich, „selbst der perverseste Gedanke findet irgendwo noch Anhänger.“
Man kann sich natürlich auch fragen, ob Hunde gehbehindert sein können. Eigentlich nicht, denn sie gehen nicht, sie laufen. Also kann ein Hund nicht gehbehindert, sondern nur laufbehindert sein. Man verzeihe mir diese unnötige Spitzfindigkeit, ich jedenfalls musste mich schwer zusammenreißen um nicht laut zu lachen.

Categories: 我的金瓶梅

admin

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