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Etwas über die Zahl 5 und die Currywurst in der Kantine

Man kann es kaum glauben, aber die Zahl fünf verriet mir in der vergangenen Woche etwas über meine Mitteilnehmer an einem Seminar zum Thema Konfliktmanagement. Mal abgesehen vom Seminar, dass wirklich Spitzenklasse war, geht es mir bei meinem Gedankengang mehr um die Bildung meiner Mitstreiter. Bei den Seminaren wird immer für mittags eine Essenliste rumgereicht. Das übliche halt, einmal Fleisch, einmal Fisch und einmal vegetarisch – was sonst auch.

Wobei ich hier mal eines einflechten möchte, wenn ich Schlagzeilen lese wie: „VW verbannt (Anm. meinerseits: nach tausend Jahren) die Currywurst aus der (Haupt)Kantine“, dann beschleicht mich immer so ein ungutes Gefühl, dass da wieder gewaltig manipuliert – besser meinungsmanipuliert – wurde.  Ich stelle mir also vor, wie eine beflissene und verbissene Anfangzwanzigerin, leicht magersüchtig, 1,75 Meter groß, 42 Kilogramm wiegend, durch die Büros läuft und die Mitarbeiter mit Suggestivfragen befragt, ob sie lieber Currywurst oder vielleicht doch lieber vegetarische Gerichte in der Kantine auf dem Speisenzettel sehen wollen? Dann kommt der Lemming und verbündet sich mit dem Feigling (der Part unserer Psyche, welcher eigene Meinungen zutiefst verabscheut), wobei die Antwort, der Kollege vor einem hat schließlich auch schon klein beigegeben, klar ist, man gibt vor für mehr „Veggiefood“ zu sein. Das führt dann dazu, das besagte Mitzwanzigerin für eine Beförderung oder ein gutes Praktikumszeugnis vorgemerkt wird und die Currywurst von der Karte fliegt. Als ich nach meinem Studium 1987 bei der VDO anfing, lernte ich sehr schnell, dass es nur einen wichtigen Mann in der 150 Mann und eine Frau starken Elektronikentwicklungshauptabteilung des fünften Stockwerks in Schwalbach gab. Der Name: Herbert Schindler, denn Herbert wusste, wann es in der Kantine Currywurst gab. Also sagte er in der Intonation des Schlemihls von den Muppets, „Currywurst?“ und alle wussten das es zu einem kollektiven Frühstück in die Kantine ging, um eben dieses Objekt der Begierde zu verinnerlichen. Übrigens betreibt der VEB Wolfsburg allein in Wolfsburg zwölf Betriebsrestaurants und zehn Bistros. Woraus man folgern kann, dass es immerhin noch möglich ist Currywurst zu essen. Immer wenn ich ein Stoppschild sehe, auf dem unter dem STOPP ein Aufkleber mit „eating animals“ klebt, werde ich wütend und würde am liebsten den Aufkleber mit „cheating around“ überkleben. Denn diese radikalen Veganer und Vegetarier sollten sich vergegenwärtigen, dass es sich bei mir um einen radikalen Carnivoren handelt, der etwas gegen diese links-grüne Verscheißerung unserer Gesellschaft hat.

Die Lieblingssuggestivfrage meines ehemaligen Chefs war im Übrigen: „Schlagen Sie Ihre Frau immer noch?“

Nun zurück zur 5 – die Arme. Ich lernte einst Strichlisten zu führen. Wenn ein vernünftiger Mensch eine Strichliste führt, dann macht er |, dann ||, gefolgt von ||| und ||||. Bei der 5 macht er dann einen Querstrich durch die 4 Striche, das ist dann fünf. Als ich nun auf die Liste blickte, da sah ich das Desaster. Bei der Vorspeise waren versammelt |||||| und bei einer Hauptspeise sogar |||||||. Ich dachte erst ich träume, dann stellte ich mir die Frage ob es einer oder mehrere sind die da nicht wissen wie es richtig geht. Ich war mir unsicher, ob vielleicht die 6 und die 7 nicht angesichts der ||||| unsicher wurden und sich vielleicht einfach nicht trauten den Querstrich zu machen? Oder sind es tatsächlich mehr als Einer/Eine. Ich machte mutig meinen Querstrich und hoffte das Küchenpersonal käme damit zurande, was sie auch taten – gebildete Leute eben. Am nächsten Tag wusste ich es dann, es sind mehr als Einer/Eine denn es kam wieder so – also ohne zwei zu machende Querstriche – an, obwohl die Sitzordnung eine völlig andere war.

Übrigens bin ich im Besitz eines Abakus, welcher es mit der 5 richtig doll treibt, indem er 5 Ringe zur 5 macht und dann 2 Ringe für je volle 5, also 10, hat. Damit kann man, wenn man das System der dezimalen Unterteilung in zweimal fünf beherrscht sogar ganz nett rechnen.

Abakus

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Und da ich oben schon mal bei den Veggies dabei war, hier noch meine Favoriten Quinoa und Pak Choi. Natürlich verkauft sich Pak Choi besser als (chinesischer) Senfkohl, was ihm aber auch keinen Geschmack bringt. Das Zeug ist nutzlos, außer man macht sich den Magen voll. Da täte es aber auch mein Lieblingsobst ein schlichter Apfel. Womit wir zum Quinoa kommen. Das Zeug kommt aus Südamerika, ist also schon mal Scheiße in Bezug auf die Umweltproblematik des Transports. Es schmeckt nach nichts und ersetzt im wesentlichen nur Reis. Jaja ich weiß, jetzt kommt das Argument mit dem Gluten. Vergesst es, nur ein minimaler Bruchteil der Menschen leidet wirklich unter Zöliakie, der Rest bildet sich das für das link-grüne Gewissen nur ein. Wenn man sich schon Lebensmittel aus Südamerika einfliegen lassen will, dann nehmt gefälligst eine Mango – die hat wenigstens Geschmacl! Könnte man abschließend noch anführen, dass die Avocadofresser die größten Umweltsäue sind, weil bei der Aufzucht Wasser in unvernünftigen Unmengen benötigt wird.

Categories: 我的金瓶梅

admin

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