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Was die Technikerkrankenkasse mit Hewlett und Packard verbindet

Hewlett und Packard – von mir dereinst ob deren Preise für hochwertige Messgeräte, in meinem ersten Job nach dem Studium bei der VDO, in Jubel und Teuer umbenannt – hat die Drucker billig, also für jedermann erschwinglich gemacht. Die Methode dahinter war im Prinzip zweischichtig, erstens billig mit wenigen Komponenten den Drucker bauen, und ihn eben genau nicht zu justieren, damit Kosten zu sparen und das justieren dem Käufer aufzubürden. Das Geld macht man dann mit der Tinte, aber darum geht hier nicht. Wenn Sie aufmerksam durch unsere merkwürdige Welt wandern, dann finden Sie das Prinzip von Hewlett-Packard allüberall um uns herum. Ich fand es sogar in einem Schuhladen in Frankfurt. In welchem erinnere ich leider nicht mehr, sowie beim designierten Kanzler Olaf Scholz, welcher Ja auch massive Erinnerungslücken hatte, als es um die 47 Wartburg-Millionen ging. Da ich Politiker lieber als „Debilanten“ bezeichne, dürfen wir beim Olaf wohl befürchten das wir Zeuge einer Quadrierung der Debilität erleben werden. Aber zurück zum Schuhladen. Ich fand dort einen Schuh der mir gefiel und bat eine Verkäuferin mir den in Größe 43 zum Anprobieren zu geben. Als die gute Dame dann mit den Schuhen bei mir aufschlug, entdeckte ich, dass die Schnürsenkel nicht eingezogen waren. Als ich die Dame darauf hinwies, meinte diese nur lapidar:
„Wenn Sie die Schuhe probieren wollen, müssen Sie die Schnürsenkel halt einziehen.“ Da war er der „JubelUndTeuerEffekt“, bürde die Sch…arbeit doch dem Kunden auf, soll er doch arbeiten, Hauptsache wir haben ein paar Pfennig gespart. Ich machte der Verkäuferin dann ziemlich unmissverständlich klar, dass ich mitnichten gedachte mich hier zum Büttel zu machen und verließ mit meiner mir von unserem Multiversum anvertrauten Gattin ziemlich sauer den Laden, welchen ich nie wieder betrat, weil ich in Frankfurt keine Schuhe mehr kaufe.

Nun zur Techniker Krankenkasse. Nicht Missverstehen, als Krankenkasse sind die echt super. Es war die Beste Entscheidung 1987 diese Krankenkasse zu nehmen – damals musste man dazu noch einen entsprechenden Beruf haben, heute nicht mehr. Als die Sache mit dem Beruf dann wegfiel, habe ich sofort dafür gesorgt, dass auch meine Gattin dort versichert ist. Nur die Techniker Krankenkasse ist, wie so unglaublich viele große und alte Unternehmen, nicht wirklich in der Lage im digitalen Zeitalter anzukommen. Das bezeichne ich immer als Digitallegasthenie. Vor ein paar Jahren, hat die Techniker dann eine App auf den Markt geworfen. „App-affin“ wie ich bin, habe ich das Ding sofort installiert. Dann ging der Terror los, Briefe wanderten hin und her, damit der Zugang funktionierte und dann verlangt die App bei jedem Schiss, dass man seine Versichertennummer im Kopf hat oder aus dem Portemonnaie herauskramt. Außerdem soll man sich noch an das Passwort erinnern. Da ich den App-Entwicklern nicht traue, gebe ich dort niemals ein wirklich sicheres Passwort ein, ergo vergesse ich wieder welchen unflätigen Begriff und welche $- oder §-Kombination mit demselben für die App benutzt habe. Aber dann kam der Hammer, ich wurde krankgeschrieben. Ich bin eher sehr selten krank, also krank bin ich schon, chronisch krank, und teuer-krank auch, meine Infusionen kosten im Schnitt 16.000 € alle 10 Monate, aber selten krankgeschrieben. Also wollte ich meine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung in die blöde App einscannen. Es klappte nicht auf dem Schreibtisch, nicht auf dem Designerwohnzimmertisch, nicht auf der Arbeitsplatte in der Küche usf. Das Ding ließ sich nicht einscannen. Oh Wunder liebe Techniker, anstatt einfach ein Foto zu akzeptieren, wollt Ihr das Ding zwingend selbst mit der Kamera scannen, obwohl jeder sehen kann das der Kontrast von leichtgrauer Schrift auf gelbem Grund nicht so wirklich prickelnd ist. Aber vielleicht sind App-Entwickler Ja auch nie krank oder einfach farbenblind. Es funktionierte dann nach längerem hin und her im Esszimmer auf dem Mahagoniholz des Tisches, weil der Raum nicht zu hell war – Kontrast halt! Neulich erhalte ich wieder eine Nachricht, dass ich Post in der App habe. Also wieder ins Login usw. Irgendwann finde ich dann ein Schreiben, welches so interessant wie nutzlos ist. Wozu quäle ich mich mit so einem Sch… ab? Ergo habe ich der Techniker die App-Freundschaft gekündigt und ihnen geschrieben, dass ich nur noch per Email oder Post mit ihnen kommunizieren will. Antwort – immerhin per Email – ich solle das Internetportal nutzen, für welches ich noch nicht registriert bin. Toll, ganz super. Das Problem mit dem Internetportal ist nämlich exakt jenes der „JubelUndTeuer“-Leute. Ich muss etwas tun, damit am anderen Ende Jemand nichts oder wenig tut. Nee, und genau das stelle ich konsequent ab! Also nochmal ganz einfach, Post oder Email, nichts sonst. Alternativ ginge auch eine vernünftige App. Ach und zum schlechten Schluss noch die Krönung. In besagter Email fordert man mich auch noch auf – natürlich unentgeltlich – meine Kritik an der App auf irgendeiner Website einzugeben. Ich soll für meine kostbare Restlebenszeit denen für Nullinger sagen was die App-Entwickler machen sollen? Ich glaube es hackt!

Nachtrag: Nicht einmal eine Woche nach dem ich dies schrieb haut es mich heute früh fast aus dem Auto. Die TKK macht im Radio Werbung für diese App – ich bin fassungslos… On top kommt noch hinzu, dass die TKK mich duzt, IKEA ist überall, oder was sonst soll das bedeuten?

Categories: 我的金瓶梅

admin

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